Wir sind alle hier, um Hilfe zu erhalten
Sam Johnson hat seine Angststörung in der Privatklinik Sichtere der Psychiatrie Baselland behandeln lassen. Heute geht es ihm besser, er ist optimistisch.

Weihnachten 2024. Der 68-jährige Sam Johnson (Name geändert) macht mit seiner Familie Ferien in Kenia. Was eine schöne und erholsame Zeit hätte sein sollen, verwandelt sich in das Gegenteil: Sam Johnson überkommen plötzlich eine überwältigende Angst; es wird ihm übel, und sein Schlaf leidet.
Erste Massnahmen sind wirkungslos
Der pensionierte HR-Fachmann hat bereits Bekanntschaft mit einer Angststörung gemacht und kannte einige Erdungsübungen. Doch sie blieben wirkungslos. Seine Angstzustände treten aufgrund einer Ansammlung von Lebensstress auf – gutem als auch schlechtem Stress. Krankheitsfälle in der Familie, die Hochzeit seiner Tochter: Alles führt zu einem plötzlichen Stopp im Dezember 2024.
Eintritt in die Privatklinik Sichtere
Sam erträgt die Angst und Übelkeit während sechs Tagen, bis es nicht mehr geht. Er entscheidet sich, ins Spital zu gehen. Dort erhält er Medikamente, doch auch diese helfen nicht. Seine Angst bleibt. Zurück in der Schweiz bespricht sich Sam mit seinem Hausarzt. Gemeinsam entscheiden sie sich für eine stationäre Behandlung. Bereits am nächsten Tag kommt Sam Johnson in die Privatklinik Sichtere der Psychiatrie Baselland.
«Zuerst war ich beunruhigt aufgrund der Sprachbarriere», gibt er zu, «aber die Mitarbeitenden merkten rasch, dass mein Deutsch nicht gut war, und die anderen Patientinnen und Patienten übten ihr Englisch mit mir». Alle seien sehr herzlich zu ihm gewesen. Alle Patientinnen und Patienten in der Klinik seien in der gleichen Situation, «und wir waren alle hier, um Hilfe zu erhalten».
Volles Therapieprogramm
Psychotherapie, Ergo- und Aktivierungstherapien, Künstlerische Therapien, Sport – sein Tagesprogramm ist vollgepackt. «Es ist wirklich wichtig, eine klare strukturierte Tagesstruktur zu haben», sagt er. «Es tut nicht gut, ständig im Zimmer rumzusitzen. Die Wände fangen an, dich einzuschliessen».
Die verschiedenen Aktivitäten empfand Sam Johnson als erstklassig und essenziell für seine Genesung. Er nahm an verschiedenen Therapien teil und lernte neue Skills für den Umgang mit seinen Problemen. Er begann, Yoga und Achtsamkeitstraining zu machen, was sich mit der Zeit nachhaltig positiv auf seinen Seelenzustand auswirkte.
Der Durchbruch
«Wenn ich mich jetzt müde fühle, durchforste ich meinen Körper, und das stellt den Energiefluss wieder her». Aber trotz dieses Fortschritts – die Medikamente schlagen immer noch nicht an, die Übelkeit und die Angst blieben wider aller Bemühungen bestehen. Aber dann kommt der Durchbruch: Zusammen mit den therapeutisch-pflegerischen Mitarbeitenden der Privatklinik beschliesst Sam, ein neues Medikamenten-Regime zu versuchen. Nur drei Tage später verschwindet endlich die Übelkeit.
Zwei Wochen später kann Sam Johnson nach Hause. Als nächstes will er seine Tochter in den Vereinigten Staaten besuchen – eine Art Test. Aber er ist optimistisch: «Ich weiss jetzt, dass ich nicht zu viel Stress in mein Leben lassen darf, egal ob es guter Stress ist oder schlechter. Du musst Grenzen ziehen und vorsichtig sein».
Kontakt
Privatklinik SichtereBienentalstrasse 7